LuTX

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Nachdem in den letzten Jahren die Anzahl der in Essen durchgeführten Lungentransplantationen konstant stieg, wurde am 2. November 2016 im Sinne höchstmöglicher Qualität von Vor- und Nachsorge das Westdeutsche Zentrum für Lungentransplantation gegründet (WZLuTX). Diese interdisziplinäre Kooperation der universitären Abteilungen „Thorakale Transplantation“, „Klinik für Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie“ sowie „Klinik für Pneumologie“ zielt auf eine bestmögliche Versorgung der Patienten insbesondere über die beiden Standorte Ruhrlandklinik und Universitätsklinikum der Universitätsmedizin Essen ab.
Seit 2016 konnte die Anzahl der Lungentransplantationen in Essen auf rund 50 Transplantationen pro Jahr gesteigert werden. Diese Zahl, entsprechend einer Lungentransplantation alle 7,3 Tage, reiht Essen nun im Jahr 2018 als drittgrößtes Lungentransplantationszentrum Deutschlands ein.

Die Ruhrlandklinik

Die „Heilstätte Holsterhausen“ eröffnete im Jahr 1902 für Patienten mit Tuberkulose. Die lebensgefährliche, ansteckende Lungenkrankheit war auch der Grund für die Wahl des Standortes quasi vor den Toren der Stadt Essen. Es musste „immune Orte“ abseits der Ballungsräume geben. Im Jahre 1918 übernahm die Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz die Trägerschaft. Die Klinik versorgte ihre vielen Patienten auch mit einer eigenen Landwirtschaft, denn nach dem Ersten Weltkrieg herrschten große Versorgungsengpässe.

Fünf Ärztliche Direktoren leiteten seither die Geschicke der Ruhrlandklinik. Seit den 70er Jahren gehört vor allem die Behandlung von Lungenkrebs zu den Herausforderungen an die medizinische Leistungsfähigkeit. Das Haus modernisierte sich, verbesserte die Ausstattung, hoch spezialisierte Mediziner nutzten und nutzen die Errungenschaften modernster Gesundheitstechnik für Heilung, Linderung und Rehabilitation der Patienten. Im Jahr 1989 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz und dem Universitätsklinikum Essen geschlossen.

Am 1. April 2009 erfolgte ein Trägerwechsel. Die Ruhrlandklinik wurde umgewandelt in eine gemeinnützige GmbH. Seither firmiert sie als Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum gGmbH – Universitätsklinik -. Ihr wurde der Status einer Universitätsklinik verliehen. Aktuell sind die Leitungen der Klinik für Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie (Professor Clemens Aigner) sowie der Klinik für Pneumologie (Professor Christian Taube) Lehrstuhlinhaber derselben Fächer an der Universität Duisburg-Essen.